Nach der Veröffentlichung einer sog. Ad-hoc Mitteilung welche durch die Hypo Real Estate Holding AG am 15.01.2008 veranlasst wurde, hat die Aktie des Unternehmens einen dramatischen Kurseinbruch erlitten. Bis zur Schließung der Börse am Handelstags des 15.01.2008 verlor die Aktie des DAX-Unternehmens Hypo Real Estate Holding AG bis Handelsschluss 35,2 % ihres Werts. Ein Desaster für Anleger.
In der am 15.01.2008 überraschend veröffentlichten Ad-hoc Mitteilung hatte die Hypo Real Estate Holding AG eingeräumt, Wertberichtigungen im Zusammenhang mit der Hypothekenkrise in den USA in Höhe von EUR 390 Millionen (davon EUR 295 Millionen ergebniswirksam) vornehmen zu müssen. Reaktion daraufhin war ein Kurseinbruch der Aktie von nahezu 35%. Aufgrund dieser Meldungen war es der Aktie nicht möglich, sich zu erholen und erreichte in den nachfolgenden 12 Monaten stetig neue Tiefststände von bis zu unter einen Euro. Beendet wurde dieses Szenario durch die Bundesrepublik Deutschland im Oktober 2009, welche die Aktien für 1,31 Euro / Stück aufgekauft hatte. Dieses bedeutete einen enormen Verlust für diejenigen Aktionäre, die ihre Aktien zu Kurspreisen von deutlich über 30 Euro erworben hatten.
Des Weiteren teilt die Hypo Real Estate Holding AG mit, dass Sie im vierten Quartal eine „Abschirmung des US-Portfolios an Collaterized Debt Obligations (CDOs)“ vorgenommen habe, und führt weiter aus: „Die Neubewertung des US CDO-Portfolios entspricht der konservativen Risikopolitik der Hypo Real Estate Group und trägt der anhaltenden Schwäche der Finanzmärkte sowie den Herabstufungen dieser Asset-Klasse durch Rating-Agenturen Rechnung.“.
So hielten die HRE und die DEPFA PLC (Fusion am 2. Oktober 2007) Mitte des Jahres 2007 sogenannte Collaterlalized Debt Obligations (sog. CDOs) in einem Volumen von nahezu
1,5 Milliarden Euro. CDOs bezeichnen Schuldverschreibungen, die mit einem Sicherheitenpool unterlegt sind, der aus diversen Wertpapieren oder aus verbrieften Einzelforderungen bestehen kann. So bestand ein Teil dieser CDOs unterlegten Sicherheiten in verbrieften Hypothekenkrediten, die besonders bei fehlender Bonität ihrer Schuldner gegen Mitte 2007 auszufallen begannen. Für Kapitalanleger von großer Bedeutung war die Tatsache, dass die HRE am 3. August 2007 öffentlich erklärte, ihr CDO-Portfolio weise keinen direkten Bezug zu “Subprime” auf, was ein gewisses Maß an Sicherheit für Anleger vermittelte und die Gefahr von Ausfällen gegen Null reduzierte.
Die finanziell angeschlagene Hypo Real Estate Holding AG (HRE) stand bereits letztes Jahr kurz vor einem Zusammenbruch und wurde in einer gemeinschaftlichen Rettungsaktion vom Bund und einer Vereinigung aus deutschen Banken aufgefangen. Um einen finanziellen Zusammenbruch der HRE zu vermeiden, was nach Ansicht der Bundesregierung weitreichende Folgen für den Finanzplatz Deutschland hätte, wurden der HRE Liquiditätshilfen und Garantien i.H.v. mehr als 100 Mrd. gewährt.
Durch Beschluss der außerordentlichen Hauptversammlung der HRE vom 5. Oktober 2009 wurden die restlichen Minderheitsaktionäre im Wege eines „Squeeze Out“ abgefunden und ausgeschlossen.
Wir empfehlen daher Kapitalanleger, die nach dem 03.08.2007 bis zum Zeitpunkt unmittelbar vor der Veröffentlichung der Ad-hoc Mitteilung der Hypo Real Estate Holding AG am 15.01.2008 Aktien erworben haben, umgehend prüfen zu lassen, ob ihnen eventuelle Schadensersatzansprüche zustehen.
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