Insolvenz von Rickmers-Schiffen: Anleger bangen um ihr Kapital

Auch 2014 fordert die Schiffsfahrkrise weitere Opfer. Diesmal trifft es insgesamt 10 Rickmers-Schiffe. Betroffen sind rund 3500 Privatanleger...

Rickmers-Gruppe und die Anleger…

 

Auch 2014 fordert die Schiffsfahrkrise weitere Opfer. Diesmal trifft es insgesamt 10 Rickmers-Schiffe. Betroffen sind rund 3500 Privatanleger.

 

"Für insgesamt zehn Schiffe wurde im Januar und bereits zu einem früheren Zeitpunkt das Insolvenzverfahren eröffnet", bestätigt ein Unternehmenssprecher der Rickmers-Gruppe. Betroffen sind vor allem Privatanleger, die zusammen rund 90 Millionen Euro in Containerfrachter und Chemikalientanker investiert haben. Nach Unternehmensangaben werden die Insolvenzen keine Auswirkungen auf das aktuelle Geschäftsjahr haben.

Die Rickmers-Gruppe war Ende 2012 mit 10,2 Millionen Euro an Schiffsfonds beteiligt. Hiervon wurden 2012 bereits acht Millionen wertberichtigt.

 

Forderung des Insolvenzverwalters

Neben der Möglichkeit des Totalverlusts müssen Anleger mit Forderungen des Insolvenzverwalters rechnen. Dieser wird Ausschüttungen, die keinen echten Gewinn darstellen, zurückfordern. Ob der Gesellschaftsvertrag allerdings eine taugliche Rechtsgrundlage für die Zahlungsbegehren bietet, ist fraglich und durch Prüfung zu ermitteln. Aktuell hat das Landgericht Hamburg in vier vergleichbaren Verfahren die Zahlungsklagen der Fondshäuser abgelehnt. Das Gericht sah in den zugrundeliegenden Gesellschaftsverträgen keine Rechtsgrundlage, die einen Anspruch der Fondsgesellschaften begründet, Ausschüttungen zurückzufordern.

 

Krise forderte bereits eine Vielzahl an Opfern

Auch bei den Rickmers-Schiffen liegt, wie bei anderen Fonds der Branche auch, die Ursache der finanziellen Schwierigkeiten im Wesentlichen bei den rückläufigen Charterraten. Die Instandhaltungs- sowie Wartungskosten hingegen bleiben konstant. Da es für die Fonds zunehmend schwieriger wird, die Zins- und Tilgungsleistungen gegenüber den kreditgebenden Banken zu bedienen, gehen Experten von weiteren Insolvenzen aus.

 

Anleger sollten handeln

Betroffene Anleger der Rickmers-Gruppe sollten nun handeln. Gerade bei Schiffsfonds, die oftmals als Steuersparmodell sowie sichere Altersvorsorge angepriesen wurden, können diverse Ansatzpunkte, wie beispielsweise eine Falschberatung, die Möglichkeit ergeben, Schadensersatzansprüche gegen die beratenden Banken oder Vertriebe geltend zu machen.

 

Des Weiteren empfehlen wir den betroffenen Anlegern, eventuelle Zahlungsforderungen seitens der der Fondsgesellschaften nicht blind zu überweisen sondern diese einer fachgerechten anwaltlichen Prüfung zu unterziehen.

 

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