AXA Immoselect – Abwicklung statt Öffnung
„Die Fonds fallen wie Dominosteine“. Erneut gibt es schlechte Nachrichten für Anleger des Axa Immoselect Immobilienfonds. Das Management des seit nun fast zwei Jahren eingefrorenen Immobilienfonds kündigte am Mittwoch dessen Abwicklung an. Ein Schock für viele Anleger.
Die von Anlegern mit Spannung erwartete Entscheidung bzgl. einer Wiederöffnung des Immobilienfonds endete mit einer herben Enttäuschung. Die Geschäftsführung des Fonds sieht angesichts der massiven Rückgabewünsche der Anleger keine Chance mehr, den Fonds wieder zu öffnen. Aktuell befinden sich fünf offene Immobilienfonds in der Auflösung. Was die Anleger nun genau erwartet, bleibt abzuwarten.
Wie geht es weiter?
Der Fonds wird nun im Zuge der Abwicklung innerhalb der nächsten Jahre versuchen (müssen), seine im Eigentum befindlichen Immobilien zu erträglichen Preisen zu veräußern. Die Erlöse aus dem Immobilienverkauf sollen halbjährlich ausgeschüttet werden, erstmals voraussichtlich im April. Für Anleger geht die Zeit des Wartens somit weiter.
Beim Degi International soll die Entscheidung über eine mögliche Abwicklung oder eine Wiederöffnung in wenigen Tagen fallen. Der Fonds kam zuletzt auf eine Liquiditätsquote von ca. 20 Prozent. Wie es also mit dem Fonds weiter geht, bleibt abzuwarten.
Hoffnung für geschädigte Anleger
Betroffene Anleger sollten von einem Rechtsanwalt mit dem Schwerpunkt Kapitalanlagerecht überprüfen lassen, ob Schadensersatzansprüche gegen die beratende Bank bestehen. Die Fondsanteile des AXA Immoselect wurden häufig als Anlage „ohne Risiko“ und „stets verfügbar“ verkauft. Ansatzpunkt für eine fehlerhafte Beratung ist zudem häufig, dass die Vermögensberater nicht über Ausgabeaufschläge und Verwaltungsvergütungen, die an die Bank zurückfließen, aufgeklärt haben. Da für die Durchsetzung von Schadensersatzansprüchen Verjährungsfristen laufen, empfehlen wir den Anlegern, nicht zu zögern.