Sparte: Lehman Brothers
Trotz Pleite der Lehman Brothers Bank, gibt es gute Aussichten und neue Hoffnung für Anleger.
Die US-amerikanische Investmentbank Lehman Brothers Inc., musste im Jahre 2008 aufgrund der globalen Finanzkrise Insolvenz anmelden. Die Insolvenz bezieht sich auch auf alle Tochterunternehmen, wie beispielsweise die in Frankfurt ansässige Lehman Brothers Bankhaus AG. Nach Angaben von Medien soll sich der Schuldenberg von Lehman Brothers auf nahezu 200 Milliarden US-Dollar belaufen.
Die Bundesanstalt für Finanzdienstleistungsaufsicht (BaFin) erließ am 15.September 2008 gegenüber der deutschen Lehman Brothers Bankhaus AG ein Veräußerungs- und Zahlungsverbot. Des Weiteren wurde untersagt, Zahlungen entgegenzunehmen, die nicht zur Tilgung von Schulden ihr gegenüber bestimmt waren. Das Insolvenzverfahren über das Vermögen der Lehman Brother Bankhaus AG wurde auf Antrag der BaFin am 13.November 2008 eröffnet.
Obwohl bereits im Jahr 2008 vorhersehbar war, dass sich die Bank in finanziellen Schwierigkeiten befand, empfahlen viele Banken den Kapitalanlegern noch im Jahr 2008 ein Investment in Lehman Zertifikate. Mit Eintritt der Insolvenz haben Anleger über eine Milliarde Euro verloren. Den meisten Anlegern wurden risikobehaftete Zertifikate als sichere Art der Geldanlage verkauft, insbesondere sei ein solches Investment als Altersvorsorge geeignet gewesen. Über die Risiken der Kapitalanlage wurde jedoch häufig unzureichend aufgeklärt.
Laut Medienberichten beläuft sich die Summe der Kapitalanaleger, alleine in Deutschland, auf 10.000. Die Zertifikate wurden durch Banken oder Sparkassen an die Anleger vermittelt. Unbekannt für viele Anleger war auch die Tatsache, dass bei Zertifikaten grundsätzlich der Anleger das Emittentenrisiko trägt, und die Zertifikate in einer Insolvent praktisch wertlos sind.
Zahlreiche deutsche Anleger leiteten darauf rechtliche Schritte gegen ihre Kreditinstitute wegen (möglicherweise) fehlerhafter Anlageberatung ein. So hatte sich beispielsweise die Hamburger Sparkasse (Haspa) am 18.Februar 2009 bereit erklärt, etwa eintausend Anlegern eine Entschädigung von 9,5 Millionen Euro zu zahlen, nachdem die Dresdner Bank vom Landgericht Hamburg zum Schadensersatz verurteilt wurde.
Des Weiteren verurteile im November 2009, Februar 2010 und März 2010 das Landgericht Hamburg das Bankhaus Delbrück Bethmann Maffei AG zum Schadensersatz. Laut Gericht hatte die Bank bei Verkäufen von Zertifikaten in den Monaten Juni 2008 – August 2008 weder auf das Emittentenrisiko noch auf die negative Presse und die Herabstufung des Ratings von „S&P“ im Juni 2008 hingewiesen.
In Bezug auf die Verjährung sollten Anleger folgendes Beachten. Gemäß § 37a WpHG verjähren die Ansprüche gegen das involvierte Kreditinstitut innerhalb von drei Jahren. Fristbeginn ist der Erwerb der Papiere. Wurden die Zertifikate somit im Jahr 2007 gezeichnet, sollte die Angelegenheit umgehend bei einem fachkundigen Anwalt geprüft werden, um der Verjährungsfalle zu entgehen.
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