News: Krise bei Schiffsfonds - Anleger müssen weiter bangen

Unzureichende Frachtraten und keine Besserung in Sicht. Diese Problematik beschäftigt eine Vielzahl von Anlegern. Aktuell ist der Markt von einer Überkapazität geprägt, die schneller wächst als die Transportnachfrage...

Sparte: Schiffsfonds und die Insolvenz

 

Unzureichende Frachtraten und keine Besserung in Sicht. Diese Problematik beschäftigt eine Vielzahl von Anlegern. Aktuell ist der Markt von einer Überkapazität geprägt, die schneller wächst als die Transportnachfrage.

 

Es kriselt rund um die Schiffsfonds. Für Anleger der betroffenen Investmentsparte ist dies jedoch nichts Neues. Nach Einschätzungen von Branchenkennern wird die Schifffahrtskrise weiterhin den Markt beherrschen. Derweil steigt die Zahl der Containerfrachter und Tanker stetig an. Grund hierfür sind die noch vor Beginn der Finanzkrise und in Erwartung auf ein zunehmendes Frachtaufkommen von Reedereien und Emissionshäusern bestellten neuen Schiffe. Diese verlassen nun sukzessive die Werften und tragen dazu bei, dass die Frachtkapazitäten schneller wachsen als die Nachfrage. Auswirkungen hat dies natürlich auf die Beteiligungsmodelle bzw. Fonds. Für diese wird es immer schwieriger, mit den erwirtschafteten Erträgen die laufenden Kosten u.a. für Kredite zu bedienen. So verwundert es nicht, dass bereits eine Reihe von Fonds Insolvenz anmelden musste. In anderen Fällen mussten die Anleger Kapitalnachschüsse leisten.

 

Glaubt man Experten, könnten bereits in den nächsten Monaten weitere Schiffsfonds in Schieflage geraten. Anzeichen hierfür liefert der breite New ConTex Index, der die Entwicklung der Frachtraten auf allen Weltmeeren widerspiegelt. Dieser verlor seit Anfang Januar mehr als 4%. Des Weiteren sei ein für die Anleger zufriedenstellendes Gewinnniveau nicht vor Ende 2013 zu erwarten.

 

Ein deutlich schlechteres Bild liefert derzeit der Tankermarkt, der von besonders hohen Überkapazitäten geprägt ist. Hieran kann auch das erhöhte Frachtaufkommen in Bezug auf die Ölförderung nichts ändern. Zwar habe Saudi-Arabien und nun auch Libyen die Ölförderung angetrieben und auch die USA und China eine „Aufstockungsphase“ ihrer Ölvorräte begonnen. Dennoch verzeichnet der BDT-Index seit Jahresbeginn lediglich ein leichtes Plus und der BCT-Index sogar ein markantes Minus. Experten erwarten im Tankermarkt ein Zuwachs der Frachtkapazität um fünf Prozent, jedoch eine Nachfragesteigerung von nur einem Prozent.

 

Wie es sich weiterhin mit den Schiffsfonds verhält und welche Überraschungen die Anleger noch erwartet, bleibt abzuwarten.

 

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